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Wieder Zeit für Experimente

So, das ging jetzt lange bis zu diesem Blog-Eintrag. Nachdem ich im Mai “Root Food im Glas” lanciert habe, ging es erst einmal so richtig ab. Zuerst hatte ich schon nur viel zu tun, um einen vernünftigen Rhythmus für meine Gläserproduktion und alles drum herum zu finden. In den ersten drei Monaten hat es viele Nächte mit fast keinem Schlaf gegeben und ich war ziemlich Kamikaze-mässig unterwegs – ich mag das, das ist keine Frage, aber ich will mich nicht in einem Jahr ausbrennen und habe ja trotz aller Leidenschaft auch noch ein Leben neben dem Kochen.

Neben den Gläsern gab es auch noch ganz viel anderes. Beispielsweise musste ich meine Küche ziemlich kurzfristig noch in den vom Lebensmitteler verlangten Zustand bringen, was mir einiges an Körperkraft, Staubverträglichkeit und Putzwut abverlangte. Aber jetzt habe ich ein top Doppelspülbecken mit Birkenholz-Unterbau und eine Küche, in der ich in Anbetracht der Platzverhältnisse recht effizient produzieren kann und die, abgesehen davon, auch noch ein ziemlich stimmungsvoller Ort ist.

Weiter gab es Festivals und Camps, die ich bekochen durfte, und eine ganz ansehnliche Anzahl Caterings. Vor den Sommerferien war ich mit Root Food im Glas für ein paar Wochen auf fast 40 Bestellungen und überlegte, ob ich nach den Ferien einen zusätzlichen Tag dazu nehmen sollte. Aber dann bin ich erst einmal ein bisschen runtergefahren. Obwohl ich in den Sommerferien ohne Unterbruch meine Gläser geliefert habe, konnte ich etwas Ferien machen und Inspiration suchen und finden. Mir ist sehr wichtig, dass das Kochen eine Tätigkeit bleibt, die ich mit Sorgfalt und Kreativität ausübe und nicht zu etwas degeneriert, das ich tun muss. Deshalb habe ich mich auch so lange davor gescheut, es zu meinem Broterwerb zu machen.

Nun behaupte ich, dass ich mich mit “Root Food im Glas” soweit eingelebt habe, dass ich mir überlegen kann, wie es weiter gehen soll. Gerne möchte ich einen zweiten Liefertag dazu nehmen, aber neuerdings habe ich diese Idee von einem monatlichen Brunch im Glas, den ich meinen Kund*innen früh am Sonntag morgen in den Milchkasten stelle, und das reizt mich für den Moment noch fast mehr. Am Eröffnungsfest der Kulinata vom 8. September starte ich damit auf jeden Fall ein erstes Experiment und schaue mal, wie das so ankommt. Auch sonst reichen die Ressourcen wieder aus für Experimente – so versuch ich mich an einem Root Food-Regenbogenbrot, von welchem ihr oben auf dem Bild ein erstes Resultat seht. Brot ist eh ein Thema, arbeite ich doch immer mehr mit selbst gemachter Hefe und mit Sauerteig. Ausserdem verarbeite ich gerade die Fülle des Sommers und habe dabei eine neue BBQ-Sauce entworfen, die mich ziemlich happy macht. Beispielsweise.

Der September wird intensiv mit der Kulinata (ich geb dort auch zweimal einen Kochkurs und mache Mittagessen auf dem Waisenhausplatz) und dem Catering für das Mühlifest im Schangnau. Ich freu mich. Und ich geb mir alle Mühe, diesen Blog nicht wieder so verwahrlosen zu lassen. Also bis auf bald! 

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